Die Aktion „Schule und Steuern“ ist eine Initiative der Finanzverwaltung Rheinland-Pfalz, die die „Steuermoral“ in die Schulen trägt. Nach Verlassen der Schule sei man noch nicht einmal in der Lage, eine Einkommensteuererklärung zu bearbeiten. Dieser immer wieder gern kolportierte Satz dürfte für die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 10 und 11 ab sofort nicht mehr gelten. Sie erhielten auf Einladung von Mathematiklehrerin Sabrina Ehlgen im Januar und Februar 2024 Unterrichtsbesuch von Mitarbeitenden des Finanzamts Koblenz.

Vermittelt wurde den verschiedenen Lerngruppen in einer jeweils 90-minütigen Veranstaltung steuerliche Grundkenntnisse. Zudem wurden die einzelnen Abteilungen der Finanzverwaltung mit ihren jeweiligen Aufgaben kurz vorgestellt und einige interessante Fragen zur Verwendung der eingenommenen Steuergelder geklärt. So lernten die Schülerinnen und Schüler beispielsweise, dass ein Häftling den Staat monatlich 3.200 € kostet und es 146.000 € bedarf, um einen Meter einer sechsspurigen Autobahn zu bauen. Anhand einer Steuerspirale wurde ihnen dazu ersichtlich, über welche Steuern der Staat derartige Maßnahmen finanziert. Nach der Umsatzsteuer steht die Lohnsteuer an zweiter Stelle der Einnahmequellen. Wer zahlt die Lohnsteuer? Und wer ist überhaupt verpflichtet, eine Steuererklärung abzugeben?

Nachdem das geklärt war, erhielten die Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit, auf Grundlage eines Fallbeispiels eine eigene Steuererklärung zu erstellen. Der anschließende Steuerbescheid machte deutlich, dass sich die Abgabe einer Steuererklärung häufig finanziell lohnt, insbesondere auch dann, wenn man nicht verpflichtet ist eine Steuererklärung abzugeben.

Zum Abschluss der Veranstaltung informierten die FinanzbeamtInnen über Ausbildungs- und Karrieremöglichkeiten in der Finanzverwaltung.