Was dem Einzelnen nicht möglich ist,

das vermögen viele.

(Friedrich Wilhelm Raiffeisen)

Singen im Schwarm, zum Beispiel. Die Klimakrise stoppen. Oder eine Lahnbrücke ertüchtigen.

Liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern,
Kolleginnen und Kollegen, Freunde und Förderer,
die Sie sich dem Marion-Dönhoff-Gymnasium verbunden fühlen,

der Dezember neigt sich dem Ende entgegen und wir stehen gemeinsam an der Schwelle zu einem neuen Jahr voller Möglichkeiten, Veränderungen und Herausforderungen. Es ist dies die Zeit der Raunächte, die Zeit zwischen den Feiertagen, zwischen den Jahren, Gelegenheit zum Innehalten.

In Bethlehem im Westjordanland herrschen Zustände wie zu Zeiten des Herodes. Im gelobten Land der Wirtschaft und Bildung nimmt ChatGPT 4.0 nichts Böses ahnend unvorbereitet am bayerischen Abitur teil und macht es so „gut“. Vorläufigen Hochrechnungen zufolge soll 2023 das wärmste Jahr seit Messbeginn werden. Derlei Ereignisse erfordern unsere Aufmerksamkeit und unser Handeln.

Wir müssen uns der Realität stellen. Den weltpolitischen Provokationen und gesellschaftlichen Revolutionen wird der Einzelne nicht Herr werden, so wenig wie dem Kohlenstoffdioxid in der Erdatmosphäre. Doch lassen sich widrige Lebensumstände, Negativnachrichten im Endlos-Modus, undemokratisches Geschwätz und Gewaltbereitschaft bewältigen, als Gesellschaft, die auf Anstrengung im Kollektiv, auf Solidarität und Neugier auf die Zukunft setzt. Think global, act local – so in etwa dürfte das Zauberwort klingen. Und wo ließe sich flexibler auf diesen Zug aufspringen als in der Schule, dem Ort des Lernens, des Wachstums und der Gemeinschaft?

Mit Blick auf das kommende Jahr wollen wir denn als Schulgemeinschaft das neue Jahr als Chance sehen, zusammenzustehen, uns gegenseitig zu unterstützen und uns aktiv einzusetzen für eine nachhaltigere und gerechtere Zukunft.

Gemeinsam haben wir im vergangenen Jahr Höhen und Tiefen durchlebt. SchülerInnen, Eltern, KollegInnen, MitarbeiterInnen und ehrenamtlich Tätigen danke ich für ihren unermüdlichen Einsatz, ihr Engagement für das Marion-Dönhoff-Gymnasium, ihr Vertrauen in den kleinen Lern- und Lebenskosmos am Oberheckerweg. Das Bildungssystem selbst – wir wissen es alle – es ist wie Bahn und Brücken in die Jahre gekommen.

Damit es nicht zu nächsten Krisen kommt – im Worst Case zu Toten aus Fahrlässigkeit – werden vorerst die Brücken saniert. Auch die Lahnbrücke erfährt eine Ertüchtigung. Darauf freuen wir uns! In ihrem Bereich wird die B42 ab dem 2. Januar 2024 voll gesperrt werden. – Voraussichtlich bis zum 2. Januar 2025. Das ist die frohe Botschaft dieser Tage.

Ihnen und Ihren Familien wünsche ich derweil erholsame Weihnachtsferien, Muße sich zu ertüchtigen – sozusagen – und einen inspirierenden Start ins neue Jahr.

i.A. Ina Dammann (Schulleitung)