Drei Tage lang wurde an unserer Schule geforscht, experimentiert, gebaut und programmiert: Bei den MINT-Tagen der Klassen 5 bis 8 konnten die Schülerinnen und Schüler naturwissenschaftliche und technische Fragestellungen praktisch erleben und dabei eigene Ideen entwickeln. Jede Klassenstufe beschäftigte sich mit einem eigenen spannenden Thema – von der Bionik über Gewässerökologie und die Herstellung von Papier und Farben bis hin zur Reise zu einem fernen Planeten.

Klasse 5: Mit der Bionik auf der Überholspur

Die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen begaben sich auf die Spuren der Bionik. Sie untersuchten, wie sich Prinzipien aus der Natur auf technische Entwicklungen übertragen lassen, und setzten ihre Erkenntnisse anschließend praktisch um: Aus Tetra-Pak-Verpackungen bauten sie eigene Autos mit Selbstantrieb.

Dabei waren Kreativität, Geschick und technisches Verständnis gefragt. Die selbst konstruierten Fahrzeuge wurden anschließend getestet. Die Schülerinnen und Schüler  maßen die zurückgelegte Strecke und die benötigte Zeit und berechneten daraus die Geschwindigkeit ihrer Autos. So wurden naturwissenschaftliche und mathematische Inhalte unmittelbar mit einer eigenen Konstruktion verbunden.

Klasse 6: Wasser, Natur und Umweltschutz

Für die 6. Klassen stand Gewässer, Wasser im Allgemeinen und die Natur als Ganzes im Mittelpunkt. Am Teich des Atriums konnten die Schülerinnen und Schüler die Lebensbedingungen in einem Gewässer genauer unter die Lupe nehmen und verschiedene Untersuchungen durchführen. Ein weiterer Höhepunkt war der Besuch der Kläranlage. Dort erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die verschiedenen Schritte der Abwasserreinigung und erfuhren, wie wichtig ein verantwortungsvoller Umgang mit Wasser für Umwelt und Gesellschaft ist.

Auch die Natur auf dem eigenen Schulgelände wurde zum Forschungsgegenstand: Auf dem Sportplatz machten sich die Schülerinnen und Schüler auf die Suche nach verschiedenen Pflanzenarten und übten sich in deren Bestimmung.

Klasse 7: Papier und Farbe selbst gemacht

Die 7. Klassen beschäftigten sich mit den Materialien, die uns im Alltag ganz selbstverständlich begegnen: Papier und Farbe. Statt fertige Produkte zu verwenden, stellten die Schülerinnen und Schüler beides selbst her.

Dabei konnten sie die einzelnen Herstellungsschritte praktisch nachvollziehen und erleben, welche naturwissenschaftlichen Prozesse hinter alltäglichen Materialien stecken. Experimentieren, Ausprobieren und kreatives Gestalten gingen dabei Hand in Hand.

Klasse 8: Eine Reise zu einem fernen Planeten

Die 8. Klassen wagten schließlich den Blick weit über die Erde hinaus. Unter dem Motto „Reise zu einem entfernten Planeten“ verbanden sie Naturwissenschaften, Technik und Informatik. Im Mittelpunkt der MINT-Tage stand die Programmierung mit Scratch. Die Schüler entwickelten eigene Weltraumspiele und setzten dabei kreative Ideen mit algorithmischen Strukturen um. Neben dem Programmieren förderten sie insbesondere logisches und problemlösendes Denken sowie ein grundlegendes Verständnis für Algorithmen.

MINT zum Anfassen

Die drei MINT-Tage zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig naturwissenschaftliches und technisches Lernen sein kann. Ob beim Konstruieren eines selbstfahrenden Autos, bei der Untersuchung eines Teiches, bei der Herstellung von Papier und Farben oder bei der Planung einer Reise zu einem fremden Planeten: Die Schülerinnen und Schüler waren selbst aktiv, stellten Fragen, entwickelten Lösungen und sammelten praktische Erfahrungen.

Damit boten die MINT-Tage nicht nur abwechslungsreiche Lernerlebnisse, sondern machten auch deutlich, wie eng Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik mit unserer Lebenswelt verbunden sind.