Am 09. Juni 2026 war es endlich so weit: Die Lateingruppe der Jahrgangsstufe 6 machte sich auf den Weg nach Trier, um dort die vielfältigen Spuren der Römer zu erkunden. Begleitet wurde die Gruppe bei der Erkundungstour in die Antike von ihrer Lateinlehrerin Frau Westerwalbesloh sowie einer ihrer Klassenlehrerinnen Frau Dingendorf.

Nach einer entspannten Fahrt mit Bus und Bahn stand zunächst das Rheinische Landesmuseum auf dem Programm. Hier konnten die Schüler und Schülerinnen in Kleingruppen selbständig die beeindruckenden Überreste des römischen Trier erforschen. Mit Eifer nahmen sie Grabdenkmäler, Inschriften, Statuen, Mosaike, Münzen und vieles mehr genau unter die Lupe und lösten dabei verschiedene Aufgaben einer Museumsralley. Am beeindruckendsten war hierbei sicherlich das Polydusmosaik, das berühmte Wagenlenker-Mosaik aus dem 3. Jhd. n. Chr. Seine Größe versetzte alle in Staunen. Hatte es im Lateinbuch doch so klein gewirkt!

Nach dem Museumsbesuch machten sich alle zügig auf den Weg in die Trierer Innenstadt, um die wohlverdiente Mittagspause zu genießen.

Anschließend begann die mit Spannung erwartete „Toga“-Führung. Hier wurde die Gruppe von einem in Toga gekleideten „Römer“ durch die Stadt geführt. Die Schüler und Schülerinnen erklommen die Porta Nigra, lernten den Dom kennen, bestaunten die Ausmaße der riesigen Konstantinbasilika und erkundeten die labyrinthartigen unterirdischen Gänge der Kaiserthermen. Dabei erfuhren sie viele interessante Details aus dem antiken Trier: Wer hätte denn gedacht, dass ein einziger Steinquader der Porta Nigra bis zu sechs Tonnen schwer ist? Wie war es möglich, ein so riesiges Gebäude wie die Konstantinbasilika zu heizen? Und kann man heute in den Kaiserthermen tatsächlich durch die Gänge laufen, in denen früher das Abwasser geflossen ist?

Zum Abschluss stärkten sich alle gemeinsam mit einem leckeren Eis, bevor die Gruppe wieder die Heimreise nach Lahnstein antrat. So endete schließlich die Zeitreise durch das antike Trier – mit müden Füßen, aber um viele Eindrücke reicher.