Als Europaschule nahmen wir gemeinsam mit Schüler/innen verschiedener Europaschulen an einem digitalen Abgeordnetengespräch am 17. März 2026 teil. Zu Gast war die Europaabgeordnete Hannah Neumann (Die Grünen/ EFA), Vorsitzende der Iran-Delegation im Europäischen Parlament sowie Expertin für Menschenrechte und die Beziehungen zur Zivilbevölkerung im Iran.

Im Mittelpunkt standen die politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Folgen der jüngsten militärischen Eskalation. Dabei wurde insbesondere die Situation im Iran selbst sowie die Auswirkungen internationaler Entscheidungen thematisiert. Auch die Rolle globaler Akteure und deren Einfluss auf die Entwicklung der Lage wurden angesprochen.

Ein besonderer Fokus lag auf den transatlantischen Beziehungen und der Rolle Europas als Partner der USA. In der Diskussion wurde deutlich, dass europäische Perspektiven häufig durch ein westlich geprägtes Verständnis von Politik und Sicherheit beeinflusst sind. Gleichzeitig stellte sich die Frage, inwieweit Europa eigenständig handeln kann oder im Rahmen bestehender Bündnisse agiert. Hannah Neumann betonte in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, europäische Interessen klar zu formulieren. Darüber hinaus positionierte sie sich für eine stärkere europäische Rolle, insbesondere im Bereich diplomatischer Lösungen, internationaler Zusammenarbeit und der Unterstützung der Zivilbevölkerung.

Die Abgeordnete ließ bewusst viel Raum für Fragen, den die Schüler/innen aktiv nutzten. So entstand ein offener und kritischer Austausch, in dem unterschiedliche Perspektiven eingebracht und diskutiert werden konnten.

Für uns als Europaschule war die Veranstaltung eine wertvolle Gelegenheit, gemeinsam mit anderen Europaschulen aktuelle politische Entwicklungen zu reflektieren und europäische Politik im direkten Dialog zu erleben, ganz im Sinne des europäischen Gedankens von Austausch und Zusammenarbeit.