Als MINT-LehrerInnen nutzten Dr. Michael Bockhorst und Katrin Bangert, den „Tag des Ingenieurwesens“, den die Hochschule Koblenz für Interessierte an einem Studiengang mit Zukunft am 07.07.2023 veranstaltete, zu einem Besuch mit der Jahrgangsstufe 11.
Vor Ort boten im Foyer zahlreiche Messestände des Fachbereichs Ingenieurwesen Informationen zu ihren aktuellen Forschungsprojekten an. Als besonders attraktiv wurden die in den Technikräumen der Hochschule gezeigten Versuchsanlagen, Laborbesichtigungen und Workshops erlebt.
Das Erzeugen von Blitzen beispielsweise ist aufgrund des Showeffekts, den die Demonstration mit sich bringt, bekanntlich immer ein eindrucksvoller Zuschauermagnet. Um die Komponenten des Stromnetzes auf ihre Blitzfestigkeit hin zu überprüfen, zog es somit die Schülerinnen und Schüler zunächst einmal ins Hochspannungslabor, wo es der Vorführung selbstverständlich nicht an Hinweisen zur Ernsthaftigkeit des Hintergrunds für die gewählte Versuchsanordnung gebrach.
Ebenfalls viel Gefallen fand beim Rundgang über den RheinMoselCampus der Workshop zu Balkonkraftwerken: Wie kann ich meine Stromkosten senken, Photovoltaikstrom in das Stromnetz einspeisen und vor allem, wie schließe ich ein solches System zu Hause an, das war hier die Frage.
Ein weiteres Highlight war die Führung durch die Labore der Werkstoffkunde, in denen Materialproben bis zum Zerreißen gequält wurden, so zum Beispiel ein Bergsteiger-Seil, welches sich von in etwa 20 Zentimetern auf 100 Zentimeter dehnen ließ, bevor es unter lautem Knall bei ca. 12000 Newton abriss, was wiederum etwa 1200 Kilogramm Last entspricht.
Etliche ElfklässlerInnen nahmen auch an einem Lötworkshop teil, in dem eine einfache Temperaturanzeige gebaut wurde. Andere unternahmen erste Schritte in den IoT-Bereich, der Welt des Internet of Things. Der hier verwendete Mikrocontroller, „Thing“, ließe sich mit wenigen Zeilen Computercode in ein Netzwerk, „Internet“, aufnehmen!
Fazit: Wer eine gewisse Affinität für Technik besitzt, für den war der „Tag des Ingenieurwesens“ ein großer Spaß. Und wer gar mit einem Ingenieur-Studium liebäugelt, für den ist die Hochschule Koblenz mit ihren drei Standorten – in Remagen, Höhr-Grenzhausen und Koblenz Stadt – deutschlandweit eine der besten Adressen.




